Sebastian Cobler Stiftung

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Aktuelles

Wir informieren Sie hier über Termine, Veranstaltungen und Projekteförderungen der  Sebastian-Cobler-Stiftung.

Veröffentlicht am 17. Januar 2019 | Projektförderung

Sächsischer Förderpreis für Demokratie 2018 verliehen »

Mit einem Festakt in der Semperoper wurden am 9. November 2018 sechs Initiativen und eine Kommune mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2018 ausgezeichnet:

Dass zivilgesellschaftliches Engagement kreativ, spannend, politisch, informativ und zugleich unterhaltsam sein kann, zeigt der Agenda Alternativ e.V. aus Schwarzenberg im Erzgebirgskreis, einer Region, die besonders durch Rechtsextreme herausgefordert wird. Das unnachgiebige Engagement des Vereins für eine lebendige Demokratie vor Ort reicht von Fußballturnieren über Bildungsreisen und Musikfestivals bis hin zum Stolpersteine-Putzen.
Dafür gab es den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis beim Sächsische Förderpreis für Demokratie 2018.

Wie zentral Sprache ist, wie sie den Weg für das eigene Denken und Handeln ebnet, hat der sächsische Philosoph und Autor Viktor Klemperer bereits vor 80 Jahren dokumentiert. Mit seinem Projekt Arrive! trägt der Lauter Leise e.V. Kunst und Demokratie in Sachsen diesen Gedanken mit Lesungen und Schreibwerkstätten in die Schule – und erhielt dafür den Sonderpreis 2018.

Der Kommunenpreis 2018 geht nach Ostritz: Die Stadt zeigt beispielhaft, was gelingen kann (PDF-Dokument, 10 MB), wenn Zivilgesellschaft und Kommune zusammenarbeiten, um Bestrebungen, den Ort zu einem rechtsextremen Eventzentrum zu machen, gemeinsam entgegenzutreten. Vertreter*innen des ehrenamtlichen Organisationsteams der lokalen Friedensfeste, des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal und die Bürgermeisterin nahmen den Preis für die Stadt Ostritz entgegen.

Vier mit je 1000 Euro dotierte Anerkennungspreise wurden verliehen an:

  • die Brückenbauer Chemnitz e.V. für ihre ehrenamtliche Unterstützung von Kontakten zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen in Chemnitz
  • den CSD Pirna e.V. mit dem Begegnungszentrum zur Förderung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt
  • die Refugee Law Clinic Leipzig e.V. für ihren Einsatz für die Professionalisierung von Berater*innen und Übersetzer*innen in der Flüchtlingshilfe
  • den Romano Sumnal e.V. – Verein für Roma in Sachsen für sein Engagement für mehr Sichtbarkeit und Verständigung von Roma und Nichtroma in Sachsen

„Sich immer wieder für Demokratie einzusetzen heißt nicht nur, andere zu unterstützen, sondern leider sehr oft auch, sich selbst gegen menschen- und demokratieverachtende Angriffe zu wehren. Alle, die sich haupt- und ehrenamtlich für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren, haben daher meinen höchsten Respekt. Auszeichnungen wie der Sächsische Förderpreis für Demokratie ehren damit nicht nur gute Ideen und erfolgreiche Projekte, sondern vor allem den Mut und die Ausdauer der Verantwortlichen in diesen Vereinen und Initiativen. Ich weiß, welcher Gegenwind diesem Engagement entgegenwehen kann und freue mich daher über die vielen Momente des Rückenwindes – so wie die heutige Preisverleihung“, so die Schirmherrin Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration.

Veröffentlicht am 22. November 2017 | Projektförderung

Sächsischer Förderpreis für Demokratie 2017 verliehen »

Sächsischer Förderpreis für Demokratie

 

Am 6. November wurde der Sächsische Förderpreis für Demokratie 2017 in Dresden verliehen:

„Sachsen ist mehr als Pegida. Sachsen heißt auch, dass sich Hunderte Initiativen für Betroffene von Diskriminierung und rechter Gewalt einsetzen, die Erinnerung an unsere Geschichte wachhalten, echte Beteiligung und Willkommenskultur vorleben und Gesicht gegen Menschenfeinde zeigen, wo Behörden und politisch Verantwortliche lieber wegsehen“, erklärte Prof. Dr. Gerhard Ehninger für die auslobenden Stiftungen. „Statt weiter Kurs nach rechts zu setzen, müssen Demokratieprojekte gestärkt und verstetigt werden. Niemand sollte jetzt den Fehler machen und um diejenigen buhlen, die die Demokratie ablehnen. Die Aufmerksamkeit sollte den Menschen gelten, die vor Ort die Demokratie lebendig halten und die sich dabei oft allein fühlen.“

Sieben solcher sächsischen Initiativen und eine Kommune wurden mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2017 ausgezeichnet.

  • Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die RAA Hoyerswerda Ostsachsen e.V. & RAA Sachsen e.V. Als kompetente Unterstützungsagenturen bauen sie seit Anfang der 1990er Jahre auf allen Ebenen mit Schulen, Verwaltungen, freien Trägern und Betroffenen systematisch demokratische Beteiligungsprozesse auf.
  • Wie eine solche Zusammenarbeit kommunal gestaltet werden kann, zeigt die Stadt Meerane mit ihrem Helferkreis, Träger des Kommunenpreises 2017.

Je einer der mit 1000 Euro dotierten Anerkennungspreise ging an:

  •     Gerede – homo, bi und trans e.V. und RosaLinde Leipzig e.V. mit dem Projekt „Que(e)r durch Sachsen: Mobile Beratung im ländlichen Raum“
  •     Geschichtswerkstatt Freiberg / Regionales Bildungszentrum Eckert gGmbH mit dem Projekt „Zeit-Zeugen-Begegnungen“
  •     Grass Lifter – ASA-FF e.V., Chemnitz/Zwickau, mit dem Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“
  •     Menschlichkeit als Tradition e.V., Stollberg im Erzgebirge

Die feierliche Preisverleihung mit 300 Gästen in der Staatsoperette Dresden fand unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr statt. Die Laudatio hielt die Journalistin und Filmemacherin Esther Schapira. Laudatio Esther Schapira

Insgesamt 56 Initiativen, Projekte und Kommunen hatten sich für die Auszeichnung 2017 beworben oder wurden von Dritten für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Mehr Informationen: Demokratiepreis-Sachsen

 

 

Veröffentlicht am 23. November 2016 | Projektförderung

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie 2016 »

Zum 10. Mal wurde dieses Jahr der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen:

  • Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis und der undotierte Kommunenpreis gingen an die Flüchtlingshilfe Königshain-Wiederau mit dem Projekt „Niemand flieht freiwillig!“, das stellvertretend für viele Willkommensinitiativen als besonders integrative und nachhaltige Bürgerinitiative ausgezeichnet wurde.
  • Das Theater der Jungen Welt, Eigenbetrieb der Stadt Leipzig,
    für ihr Projekt „Brennpunkt: X“, an dem maßgeblich Geflüchtete als Akteure und Schauspieler beteiligt waren.

Vier Anerkennungspreise gingen an:

  • Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. mit dem Projekt „In guter Gesellschaft“ – Inklusive Projekttage für Jugendliche und junge Erwachsene mit Körper- und Sinnesbeeinträchtigungen und mit Lernförderbedarf
  • CSD Dresden e.V. mit dem Projekt „CSD Dresden hilft“: Hilfe für LSBTI*-Geflüchtete in Sachsen
  • Jüdischer FrauenVerein Dresden e.V. mit dem Zeitzeugenprojekt „Warum wir nach Dresden gekommen sind
  • Straßengezwitscher mit seinem Twitter-Kanal @streetcoverage und der Informationsplattform #crowdgezwitscher zum Thema Flüchtlinge, Asyl und Integration.

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