Sebastian Cobler Stiftung

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Stimmen zu Sebastian Cobler

„Die demokratische Leidenschaft Sebastian Coblers wird bitter fehlen. Er gehörte zu jener Minderheit streitbarer Juristen, die sich im Zweifel immer gegen die Macht des Staates und für die Demokratie engagieren.“

Rupert von Plottnitz

„Den Verteidiger Cobler machte der Wunsch aus, jeden zu gewinnen und zu überzeugen vor allem sich selbst, den ewig Zweifelnden, der alles getan hatte, der sich aber dazu überreden musste und dazu überredet werden wollte, wirklich alles getan zu haben. Der Strafverteidiger Sebastian Cobler brauchte jede Zuwendung, die er bekommen konnte, um die Verantwortung zu tragen, die sein Beruf ihm auferlegte.“

Gerhard Mauz

„Ein außergewöhnlicher, radikaldemokratischer Jurist. Doch als Mensch war er nicht nur ein aufrechter, überdurchschnittlicher, raffinierter Jurist, sondern einer der letzten großbürgerlichen intellektuellen Großstädter mit einer sympathischen aber auch provozierenden aristokratischen Ader. Er war ein Meister des juristischen Jonglierens, der aber seine Kunst nicht nur in den Dienst einer politisch ‚guten‘ Sache stellte, sondern in den Dienst seiner Auffassung von der Rolle des Anwalts in dieser Gesellschaft.“

Dany Cohn-Bendit

„Er war ein radikaler Anwalt der Menschenrechte: dass Menschen ihr Recht werden solle, daß an den Freiheitsrechten nicht gedeutelt werden dürfe. Diesem streitbaren, von intellektueller Energie in jeder Faser getriebenen Mann war deshalb die Perversion ‘streitbare Demokratie’ herrschaftlichen Stils ein Greuel.“

Wolf-Dieter Narr & Klaus Vack

„Sebastian Cobler, der in seiner stillen und nachdenklichen Art große Autorität ausstrahlte, war liberal, sensibel, unvoreingenommen, ein kritischer, aber vor allem menschenfreundlicher Denker. Seine Aufsätze waren ideenreich und phantasievoll, blendend geschrieben und voller ungewohnter Volten, gut belegt, eindeutig und hart in der Stoßrichtung.“

Hanno Kühnert

„Das Finale im § 218-Prozess: Sebastian Cobler, wie eine Feder, die von jedem Luftzug hinweggetragen zu werden droht. Der schmächtige, blasse Mann spricht leise und weich die Worte müßten der Staatsanwaltschaft eigentlich die Schamröte ins Gesicht treiben. Wie immer, wenn Cobler das Skalpell gut in der Hand liegt, schneidet es wie von selbst weiter. Cobler bleibt leise, höflich, eindringlich. Cobler spricht immer noch leise. Seine Stimme klingt freundlich. Die Worte aber vernichten.“

Gisela Friedrichsen

„Er war einer der gescheitesten und glänzendsten jungen Strafverteidiger, die ich in meiner dreißigjährigen Gerichtspraxis kennengelernt habe. Seine Geistesblitze, seinen Witz uns seinen Humor werde ich vermissen.“

Herbert Maisch

„Pathetische Worte waren seine Sache nicht und wurden von ihm mit unnachsichtiger Ironie in ihre Bestandteile zerlegt. Ahnungsvoll sagen alle, man werde ihn vermissen, weil Menschen seines Schlages so selten seien. Wie sehr er noch in dieser Welt notwendig gewesen wäre, werden wir erst spüren, ich wage zu prophezeien: von Jahr zu Jahr mehr.“

Eva Demski


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